Das Trauercafé in Düsseldorf-Derendorf ist ein gemeinsames Projekt der Evangelischen Zionskirchengemeinde und dem AWO-Seniorenzentrum Ernst-Gnoß-Haus in Düsseldorf. Es ist ein Angebot an alle Menschen in Trauer- und Abschiedssituationen, wie z.B.
- Tod eines geliebten Menschen
- Lebenskrisen durch Krankheit
- Trennung und Scheidung
- Verlust von Lebensplänen
- sowie Verlust des Arbeitsplatzes
Hier ist ein geschützter Ort, an dem Betroffene offen reden können, über alles was sie belastet und bedrückt.
Seit März 2005 findet regelmäßig an jedem ersten Sonntag im Monat das Trauercafé in der ehemaligen Altentagesstätte am AWO-Seniorenzentrum Ernst-Gnoß-Haus statt.
In den vergangenen 12 Monaten hat sich nach und nach eine kleine Gruppe Menschen zusammengefunden, die sich gemeinsam auf einem Stück des Weges zur Trauerbewältigung befinden. In der ersten Stunde sitzen wir gemeinsam gemütlich bei Kaffee und Kuchen und erzählen uns, was so alles seit dem letzten Treffen geschehen ist, während in der zweiten Stunde jeder Besucher die Möglichkeit hat, sich zu seiner ureigenen Trauer oder zu einem aktuellen Problem zu äußern. Jeder kann, aber keiner muss.
Unter der einfühlsamen Anleitung von der ausgebildeten Trauerbegleiterin Lisa Hoyer wird versucht, jedem ein wenig bei seiner Trauer/Problematik weiterzuhelfen. Mal wird gemalt, mal hören wir Musik und immer gibt es auch etwas zum Nachdenken mit auf den Weg – alles im Rahmen einer harmonischen Ruhe. Und was wichtig ist, niemand braucht sich seiner Gefühle zu schämen. Wir wissen alle um die Seelenschmerzen, die mit Verlusten Hand in Hand gehen. Die Gruppe trägt dies mit und versucht die/den Betroffene(n) zu unterstützen.
Das Trauercafe ist ein „geschützten Ort” und es ist selbstverständlich, dass alles was in diesem Raum besprochen wird dort auch bleiben soll, so braucht niemand Angst zu haben, dass sein „Problem” nach draußen getragen wird!
Aber neben aller Trauer wird auch gelacht – denn Freud und Leid sind nahe bei einander, und die Seele muss auch mal entspannen können, sonst wird sie krank!
Alles
in allem war es ein gutes, erstes Trauercafé-Jahr und so soll
es möglichst ein zweites und drittes Jahr geben.
Hier die Resonanz einiger Teilnehmer des Trauercafés:
„Es ist eine Abwechslung. Man kann in gemütlicher Atmosphäre in Ruhe über seine Trauer reden, Gespräche führen und sich unter Gleichgesinnten, die Verständnis für einander aufbringen, wissen.”
„Man kann vom Alltag erzählen und zu seiner Trauer/seinen Problemen ein wenig Abstand gewinnen.”
„Innere Ruhe, Zuversicht, Geborgenheit und das Gefühl so angenommen zu werden wie ich bin”
„Ich kann, muss aber nichts sagen, dennoch fühle ich mich auch ohne Worte wohl.”
„Mit der Zeit kann man von so einigem ein wenig loslassen und auch wieder mehr Freude am Leben haben.”
„Es darf und wird gelacht, das gefällt mir, aber trotz Fröhlichkeit ist die Trauer in mir.”
„Ich erfahre seelische Unterstützung, Zuspruch, lerne zuzuhören, lerne Zufriedenheit neu zu erfahren und nach innen zu sehen.”
„Mir gefällt das Mitgefühl, die Akzeptanz und der Respekt aller Beteiligten.”
Das Trauercafé ist offen für alle Menschen, unabhängig von Weltanschauung und Konfession.
Reden Sie mit uns, weinen Sie mit uns und lachen Sie mit uns. Jeder ist willkommen, jeder soll sich im Trauercafe wohlfühlen und natürlich auch etwas für den Alltag mitnehmen.
Adresse:
Trauercafe Düsseldorf
Metzerstraße 15A
40476 Düssedorf-Derendorf
Lisa Hoyer
Telefon: 0211/7580800